Danke, Gustav Herzog!

June 19th, 2009

Dank abgeordnetenwatch kann man sich einfach über das Abstimmungsverhalten einzelner Abgeordneter informieren. So hat aus “meinem Kreis” Kaiserslautern Gustav Herzog dem unsäglichen und verlogenen Treiben von Zensursula & Co ebenfalls zugestimmt. Laut seiner Webpräsenz ist er “für Anregungen, gute Ideen und konstruktive Kritik immer offen”. Da fragt man sich, wie das sein kann. Entweder hat er sich nicht informiert, konnte oder wollte die Kritikpunkte nicht verstehen, oder seine Motivation beim Abstimmungsverhalten war unredlich.

Welcher Grund es auch immer war – keiner ist meines Erachtens in irgendeiner Form akzeptabel. Das gilt natürlich nicht nur für Herrn Herzog, sondern für den Grossteil von CDU/CSU/SPD. Womit sich diese Parteien in meinen Augen für absehbare Zeit unwählbar machen.

Hier noch einige zusammenfassende Kommentare zum Trauerspiel:

Spreeblick: Bundestag beschließt Gesetz für Internet-Sperren

Die ZEIT:
Kinderpornografie: Netzsperren bringen keinen vor Gericht

Lutzland: Willkommen im Informationszeitalter!

Indiskretion Ehrensache: Weshalb die Diskussion um Internet-Sperren Deutschlands Politikern (und dem Allensbach-Institut) Angst machen sollte

Die Rheinpfalz versteht es nicht

March 20th, 2009

Ich lese zwei Zeitungen: Zum einen die Zeit, da fühle ich mich überregional bestens informiert, und neben der NZZ kenne ich auch kein anderes Blatt auf gleichem Niveau und vor allem mit einer so neutralen Berichterstattung. Für die lokalen Informationen habe ich die Rheinpfalz abonniert. Den überregionalen Teil darf man bis auf den Sport getrost ignorieren (wobei hier die persönlichen Vorlieben der Redakteure für ausgewählte Fussballer sowie die kritiklose Verehrung des fragwürdigen Konstrukts Hoffenheim ein weiteres Posting Wert wären) – interessant ist der Lokalteil als einzig verfügbares Printmedium, im dem man tagesaktuell Informationen über Kaiserslautern bekommen kann. Und die Rheinpfalz bietet auch seit einigen Jahren eine Onlinepräsenz. Und wie auch bei der Zeit, kann man hier bequem die Artikel…moment, nein, da sind ja lauter kleine Schlüssel auf der Seite! Na gut, kein Problem, ich logge mich einfach ein mit meiner Abonnementnummer und…moment, nein, auch nicht! Der Rheinpfalz reicht mein monatlicher Beitrag nicht aus – sie verlangt, dass ich mir die Rheinpfalz-Card zulege! Da reagiere ich natürlich seit Jahren völlig unsouverän und bockig und sage: Liebe Rheinpfalz, es ist mir völlig egal, ob die Rheinpfalz-Card die ach so vielen Vorteile, die ich damit in der Region habe, wert ist oder nicht – solange ihr mich durch ein Blockieren des Zugriffs auf die Onlineausgabe zum Erwerb nötigen wollt, wird das nix. Das habe ich neulich auch der netten Dame erklärt, die mich seitens der Rheinpfalz anrief, um mich nach meinem Interesse an der Rheinpfalz-Card zu fragen. Sie hat es aber nicht verstanden und gesagt, das habe sie ja noch nie gehört. Was natürlich Rückschlüssel zulässt. Auf mich. Und auf die übrige Leserschaft der Rheinpfalz. Ich finde es jedenfalls unverschämt.

Kundenservice bei BUDGET

September 25th, 2008

Für meine Fahrt von Frankfurt/Flughafen nach Kaiserslautern hab ich mir von Edmonton aus ein Auto gemietet. Und zwar bei der Firma Budget. Eigentlich keine Klitsche, gut organisiert, sollte man meinen. Erste Überraschung: Ich stehe in Frankfurt mit mehreren Kunden, die auch reserviert haben, am Schalter. Was gibt es nicht: Die reservierten Autos (stellt irgendwie die Sinnhaftigkeit einer Reservierung in Frage). 30 Minuten später bekomme ich einen Ersatzwagen, die Übergabe läuft mehr oder weniger hektisch, und ich kontrolliere den Tankstand nicht. Mein Fehler. Quittierter Abholzeitpunkt: 13:15. Ich fahre also nach KL, und tanke laut Quittung um 14:54. Ich tanke, tanke, tanke, und wundere mich. Am Ende mehr als 42 Liter Diesel für stattliche 66,25€. Na gut, kein Problem, denke ich mir, das wird Budget in Anbetracht der klaren Faktenlage sicher einfach regeln. Um 15:05 bei Budget in Kaiserslautern sagt man mir zu, sich direkt darum zu kümmern, macht eine Kopie der Tankquittung und verspricht mir eine Rückmeldung. Das war am 29.05.2008.

8 Wochen passiert gar nichts.

Ich rufe seitem im 3-Wochen-Rhythmus bei Budget in Kaiserslautern an. Jedes mal verspricht man mir: Wir kümmern uns und rufen zurück.

Bis heute: 0 (null, keine!) Rückmeldung.

Letzte Woche hab ich wieder angerufen – ich soll doch die Unterlagen an kaiserslautern@budget.de schicken, man werde sich kümmern. Also: alles nochmal eingescannt und abgeschickt. Uuuuuund? Naaaaaaa?

Bis heute: 0 (null, keine!) Rückmeldung.

Ich werd’ jetzt mal im Wochentakt über den weiteren Verlauf berichten. Wenn’s auch nix bringen mag, wenigstens geht’s mir dann besser dabei. Jedenfalls erstaunlich, wie unverschämt und bocklos man in einem derartig umkämpften Markt sein kann.

Update:

Wow, das war eine schnelle Reaktion. Nachdem ich gestern erneut die Mail rausgeschickt habe – inklusive Link auf’s Blog – kam heute (26.09.) um 8:32 kam diese Mail vom Budget Customer Service:

[...]

vielen Dank für Ihre e-mail.

Für die entsstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir höfflichst um Entschuldigung.

Wir haben Ihrer Kreditkarte 40.-€ gutgeschrieben und freuen uns Sie bei Ihrer nächsten Anmietung bei Budget wieder als zufriedenen Kunden begrüßen zu dürfen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

[...]
Customer Service

Auch schön!

Ein Wort an die “Service-Techniker”

January 9th, 2008

Heute morgen mal wieder der Klassiker: Auch 30 Minuten nach dem vereinbarten Termin war keiner da, kein Anruf, nichts. Handwerker können das auch gut. Ich weiß ja nicht, in welcher Welt diese Leute leben. Ist es eine Welt ohne Telefone? Oder eine Welt, in der alle Menschen immer zuhause sind und mit Freuden auf Besuche von Technikern warten? Vielleicht ist mein Haushalt (ohne zeitlich flexible Studenten/Renter/Hausfrauen/etc) ja auch einfach zu exotisch, und die Vorstellung, dass jemand ja eigentlich ARBEITEN muss, während er wartet, einfach zu fremd für die Menschen aus dem Servicetechnikerland.

ABER VERDAMMT NOCHMAL: GENAU SO IST ES, IHR VOLLPFEIFEN!!!!

Immerhin passt es gut zum sonstigen “Service” von Kabel Deutschland, wo weder Mails beantwortet, zurückgerufen oder trotz x-facher Nachfrage Modems repariert/augetauscht werden. Wo soll ich hinwechseln? Irgendwelche Tips?

Och nee jetzt…

November 18th, 2007

20071117 london 032

Also das wär wirklich nicht nötig gewesen am Trafalgar Square. Und dann war’s nicht mal ‘ne Lyoner…

Nein, ich will keine Kinderscheisse!

October 6th, 2007

“Eine neue Sau im Dorf” – so lautet der Titel des heutigen “Stadtgesprächs” in der Pfälzischen Volkszeitung, dem Kaiserslauterer Lokalteil der Rheinpfalz. Geschrieben von Barbara Frieß-Ebrecht. Ob die Überschrift selbstreferentiellen Charakter hat? Im Abschnitt “Lausige Gastgeber” beklagt sie sich darüber, dass in südlichen Gefilden im Unterschied zu uns ja alles ach so lieb und kinderfreundlich ist (stille Tage im Klischee). Im Vogelwoog hat man sich nämlich erdreistet, eine Mutter “barsch zu vertreiben”, nur weil sie IM GASTRAUM die VERSCHISSENEN WINDELN IHRES SOHNES wechseln wollte. Das ist aber auch wirklich unfassbar, SKANDAL! Frau Frieß-Ebrecht merkt dazu an: “Wen – mit Verlaub – Kinderscheiße stört, der soll wegschauen”. Vielleicht könnte man aber – statt immer nur Toleranz von anderen einzufordern – auch ein bisschen Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Mitmenschen nehmen, die das vielleicht nicht sehr appetitlich finden. In südlichen Gefilden ist mir sowas übrigens auch noch nie untergekommen, vielmehr fällt dort auf, dass sowohl die Eltern als auch ihre Kinder sich meistens wesentlich besser benehmen als viele ihrer deutschen Pendants.

Und manchmal kann man nicht einfach wegschauen. Nicht bei Kinderscheiße, und auch nicht beim Artikel von Frau Frieß-Ebrecht.

Kleines Update für Herrn Göbel

September 26th, 2007

Fussballfeste und so, Sie erinnern sich? Die aktuelle Bilanz der letzten 15 Heimspiele, nachdem heute die Übermannschaft aus Wiesbaden einen lockeren Sieg auf dem ehedem so gefürchteten Betzenberg landen konnte: 4 Siege, 8 Unentschieden, 3 Niederlagen. Hey, das sind immerhin noch mehr Siege als Niederlagen!

Zum Glück war ich den ganzen Abend im Wellness-Bereich des Montemare unterwegs, statt mir die nächste Blamage gegen einen unwürdigen Dorfverein anzuschauen.

Fussballfeste auf dem Betze?

August 27th, 2007

Uiuiui, ich mache mir Sorgen um meinen Verein. Gestern gegen Fürth war ich nicht im Stadion, und trotzdem gab’s wohl eine erbärmlich schlechte Leistung und folgerichtig eine verdiente Niederlage. Einmal mehr müssen sich die Verantwortlichen fragen lassen, was sie in ihrem schon erwähnten Anschreiben mit der Frage “Möchten Sie wirklich auf die vielen Fußballfeste auf dem Betzenberg verzichten?” gemeint haben. Oder gibt’s schon Dauerkarten für den Gästeblock? ;-)

Die Bilanz der letzten 13 Heimspiele(!) liest sich jedenfalls so: 4 Siege, 7 Unentschieden, 2 Niederlagen.

Das ist einfach nur armselig, erst recht, wenn man die Kulisse und die Qualität der Gegner bedenkt.

Das nächste Experiment

July 5th, 2007

Das war’s, nach 3 Wochen ist das Experiment “Thinkpad P61 + SuSe + Vista” endgültig vorbei. Vista ist derartig buggy und speicherhungrig, dass ich zurück auf XP + SuSe wechsle und mindestens noch ein Jahr mit Vista warte. Dann gibt’s vielleicht eine Version, die man als halbwegs lauffähig bezeichnen kann. Und billigere 200GB-Platten für das verfressene Monster aus Redmond :-(

…und wieder einen ganzen Batzen Zeit das Klo runtergespült. Ich hätte auf mich hören sollen.

Das Experiment

July 2nd, 2007

Von Zeit zu Zeit muss man der Menschheit eine Chance geben. So geschehen am letzten Montag an Gleis 5, Frankfurt Flughafen Fernbahnhof. Da quatscht mich in authentischem bayrisch ein ca 50-jähriger Mann an, weil ihm angeblich sein Ticket abhanden gekommen sei, ob ich ihm 30 Euro leihen könne, das würde mit der Bahncard 50 reichen, er müsste nach München und dann weiter nach Holzkirchen, wäre heute in Frankfurt zu einer Untersuchung gewesen usw usw. Ich hatte ja noch mein “Ticket ist weg”-Erlebnis aus Vancouver im Hinterkopf, hab ihm die Geschichte abgekauft und gedacht: “Wenn er nix zurückschickt, kann ich wenigstens den Rest meines Lebens mit gutem Gefühl NEIN sagen bei solchen Gelegenheiten. Ausserdem bin ich ja kein Misanthrop”. Fazit nach einer Woche: Nix ist angekommen.

PS: Natürlich war ich nach 24 Stunden quasi ohne Schlaf nicht clever genug, mir seine Bahncard zeigen zu lassen oder per Handy ein Erinnerungsphoto zu schiessen. Schön blöd.