Antwort vom FCK!

August 16th, 2007

Im Juni 2007 hab ich das wahrgemacht, was ich seit Jahren mit schöner Regelmässigkeit während der vielen unsäglichen Auftritte meines Lieblingsvereins vorhatte: Ich habe meine Dauerkarte gekündigt. Nach 16 Jahren. Eine kleine Begründung habe ich in der Mail gleich mitgeschickt, davon ausgehend, dass es keine Rückmeldung seitens des FCK mehr geben wird. Aber: Überraschung! Heute hat der Vorstandsvorsitzende Erwin Göbel geantwortet! Das ist erfreulich. Und deswegen gibt’s hier die komplette Korrespondenz:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Göbel, sehr geehrter Herr Jaworski,

Hiermit kündige ich mein Dauerkartenabo, Kunden-Nr. [...]

Nachdem ich jetzt schon seit 16 Jahren Besitzer einer Dauerkarte bin, möchte ich wenigstens eine kurze Begründung loswerden, wobei ich mir der Tatsache bewusst bin, dass sie für die Entwicklung in den vergangenen Jahren natürlich nur bedingt verantwortlich sind.

“Möchten Sie wirklich auf die vielen Fußballfeste auf dem Betzenberg verzichten?” heisst es im Anschreiben. Scheinbar war ich in den letzten Jahren auf anderen Veranstaltungen, mit Fussballfesten, wie es sie in früheren Jahren gab, hat das seit mehreren Saisons nun wirklich nichts mehr zu tun. Planloses, leidenschaftsloses und ängstliches Gekicke ist der Normalzustand, und die ehemals so sympathischen Fans zeichnen sich lediglich noch durch unkreatives und aggressives Gepöbel aus, das ganze garniert mit einem 120-Dezibel-Stadion-Radio und einem “Megaphon-Einpeitscher”, für den man sich früher zurecht geschämt hätte – sind wir in Leverkusen? Die Generation Luzifer ist ein Sinnbild für
die neue Generation FCK-Fans, das ganze wird leider auch noch von Seiten des Vereins unterstützt.

All das, was den FCK vor Jahren noch ausgezeichnet und zu einem besonderen Verein gemacht hat, ist nicht mehr da. Nur noch ein paar Erinnerungen. Die Ankündigung “Pure Leidenschaft, unbändiger Einsatz und Siegeswille sollen die Tugenden des FCK in der nächsten Saison sein” klingt wie all die anderen Lippenbekenntnisse seit dem unsäglichen 1:5 in Frankfurt 1999. Passiert ist seither nichts mehr.

Ich wünsche dem Verein natürlich dennoch alles Gute & viel Erfolg, zweifle jedoch daran, dass es gelingen wird, den “alten Geist” wiederzubeleben.

MfG
Martin Memmel

Und hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Memmel,

zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich erst jetzt dazu komme, Ihre Mail zu beantworten.

Ihr Misstrauen ist verständlich. In der ehrlichen Bewertung der sportlichen Entwicklung seit etwa dem Jahre 2000 muss man unterm Strich sagen, da war keine positive Entwicklung da (von Ausnahmen abgesehen).

Ich hoffe sehr, dass ich dazu beitragen kann, dass der FCK wieder bessere Zeiten erlebt. Basis hierfür ist, die richtigen Leute am richtigen Ort zu haben. Dies wird kein leichter Weg, ich hoffe aber die richtigen Weichen dafür gestellt zu haben.

Ich glaube, dass schon recht bald auch bei Ihnen, wie bei vielen anderen, die Glut im Herzen wieder entfacht werden kann für den FCK.

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Göbel

Vorstandsvorsitzender
1. FC Kaiserslautern

PS: Wo war ich wohl am Montag? Und wo werde ich am Sonntag sein. Dämlich, dämlich, dämlich ;-)

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Rätselhafte Plaza

August 7th, 2007

Nach einer zweiwöchigen Sommerpause geht es seit Montag wieder weiter voran mit der Plaza-Gestaltung vor dem DFKI.

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Der neue Bauabschnitt lässt auch allerlei Interpretationen zu – möglicherweise ist es ja eine letzte Ruhestätte für abgelehnte Projektanträge…wer weiss…

Tanz in den Mai.

May 2nd, 2007

Wie so oft hat’s eines FCK-Spiels bedurft, um einen Besuch in München zu machen. Und wie so oft war bis auf das FCK-Spiel alles prima. Vor dem Spiel in Augsburg gab’s sogar Geschenke in Gestalt von Fähnchen. Schöne Sache, warum nicht mal die eigenen Leute beschenken statt immer nur die Gegner?

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Die Stimmung war jedenfalls nett, Sven Müller hat dem ganzen dann aber schnell ein Ende gemacht. Schönen dank auch, erstaunlich, dass man auch nach mehreren Jahren Profi-Erfahrung noch mit derartigen Defiziten glänzen kann. Also dann, bleiben wir halt zweitklassig. Zweitklassig ist auch das passende Prädikat für viele der mitgereisten Lauterer “Fans”. Gruselig, gruselig, gruselig.

Erstklassig war’s dafür am Ammersee. Eine Runde um den See mit Abstecher zum Kolster Andechs, knappe 60km. Irgendwann bin ich dann auch fit genug, um mit den jungen Kollegen mitzuhalten…

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Fenster zum Hof

April 16th, 2007

Das Schicksal hat’s gut mit mir gemeint und mir eine Dachterrasse beschert. Sozusagen mein kleiner privater Biergarten. Da isses jetzt schon ziemlich grün, und wenn die Basilikum-Saison so richtig startet, wird’s bald wird’s etwa so aussehen wie im letzten Jahr:

terrasse

Arbeiten mit dem Notebook ist (glücklicherweise?) so gut wie unmöglich…Südwestlage mit Dauersonne. Der Rest des Hinterhofs schaut den ganzen Tag in den Norden. Ideal, wenn man Flechten und Moos züchten will ;-)

Jedenfalls gibt’s jetzt Konkurrenz im Hinterhof – Michael (schönen Gruß!) hat das Laubencafe eröffnet. Ich werde das im Auge behalten. Eine konspirative Sitzung muss her. Natürlich im Südwesten :-)

laubencafe

FCK-Fans, was ist Euch der Aufstieg wert?

April 15th, 2007

So, gerade das zweite mal in dieser Saison nicht auf dem Betze gewesen. Auch dieses mal MIT ABSICHT. Beim ersten mal haben wir 4:0 gegen Unterhaching gewonnen. Heute gegen Fürth immerhin 3:0.

Ich hab mir überlegt, dass ich aus reinem TROTZ vielleicht doch wieder hoch gehen könnte gegen Offenbach (was interessiert mich mein dummes Geschwätz aus dem letzten Posting?). Es sei denn, jemand überzeugt mich mit einer kleinen finanziellen Geste. Angebote per mail an mich oder in die Kommentare :-)

Nachtrag: Das macht ja so keinen Sinn – ich muss schließlich eine Summe nennen. Also dann, liebe FCK-Freunde: Wenn 50€ zusammenkommen, werde ich am Freitag DAHEIM bleiben!

Schöner Leben ohne den FCK

April 12th, 2007

Gestern wurde mal wieder ein Trainer entlassen beim FCK. Dabei liegen die grössten Fehler von Wolfgang Wolf (auf Sforza verzichten, auf Zandi, Skela und Engelhardt setzen und folgerichtig absteigen) schon lange zurück. Egal, auch ein neuer Trainer wird nix ausrichten können.

Was hatte ich schon Spass mit dem FCK. Meisterschaften, Pokalsiege, Aufstiege, umgebogene Spiele, leidenschaftlicher Einsatz, Emotionen und Erlebnis-Fussball beinahe an jedem Wochenende. Vielleicht war’s einfach nur Glück, die erste Dauerkarte (Rückrunde 91/92) gekauft zu haben, in einer Phase, wo’s gut lief…

Naja, spätestens seit dem legendären 1:5 in Frankfurt 1999 war’s mit dem Spass grösstenteils vorbei. Parallel zu lustlosem und leidenschaftslosem Angsthasengekicke ohne erkennbares System (Spielaufbau? Beim FCK??) ging’s auch mit der Stimmung bergab (danke an RPR, ein paar Dezibel sind sicher immer noch drin, oder?). Die Fans wurden dabei auch immer langweiliger und aggressiver (Generation Ungeziefer lässt grüssen).

Heute steht da eine Mannschaft auf dem Platz, mit der mich emotional rein gar nichts mehr verbindet, und die Stimmung auf dem Betze ist zum Gähnen langweilig. Da helfen auch Einpeitscher wie aus den schlimmsten Zeiten von Plastik-Vereinen wie Leverkusen nichts, ganz im Gegenteil. All das, was den FCK vor Jahren noch ausgezeichnet hat, ist nicht mehr da. Nur noch ein paar Erinnerungen.

Wozu sollte ich also noch länger kostbare Freizeit mit dem Besuch von FCK-Spielen verschwenden? Der Betze wird nach 15 Jahren Dauerkarte auf absehbare Zeit ohne mich auskommen müssen (Ausnahme Augsburg). In der Regel kommt er damit sowieso gut klar, gegen Unterhaching (sonst war ich immer da) stand’s nach 45 Minuten schon 4:0. Viel Erfolg noch und tschüss.

Klischees in der Mittagspause

April 12th, 2007

Wenn man mit einem Rudel IT-ler essen geht und die Wahl hat, im schönsten Wetter draussen oder doch lieber drinnen zu sitzen, dann…

20070412 mittagspause

…sitzt man eventuell alleine in der Sonne. Vielleicht war meine Einschätzung vor einigen Wochen doch ein wenig zu optimistisch ;-)

Hit the bell, Jack!

March 10th, 2007

doorbell

Yo yo yo yo yo yo yo!

Bitte drücken!

March 7th, 2007

Ok, ok, ich mache eine neue Kategorie auf: Schaufenster. Diese Perle kommt von Thomas – danke!

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Briefe aus der Nachbarschaft

March 5th, 2007

Ok, dieser hier ist lange nicht so schön wie das Schreiben, das ich hier schonmal erwähnt habe. Aber ich freu mich ja immer, wenn ich persönlich angefertigte Briefchen an meinem Scheibenwischer finde. Heute: Ein unbekannter Ford-KA-Fahrer!

zettel_scheibenwischer

Was können wir aus diesem Brief lesen? Was will uns der Autor/die Autorin damit sagen?

  • Er/Sie ist höflich und durchaus freundlich. Die Botschaft beginnt mit “Guten Morgen!”, endet mit “Danke” und enthält zudem das Zauberwörtchen “bitte”!
  • Es war scheinbar kein zeitlicher Notfall. Ansonsten wäre die Zeit für das Briefchen nicht mehr drin gewesen.
  • Der Schreiber/die Schreiberin klettert nicht so gern. Möglicherweise aber nur morgens, vielleicht sieht es Abends schon anders aus.
  • Das Briefchen steckte am falschen Auto. Richtig ist zwar, daß ich nicht “grad” geparkt habe (schlimm genug, ist mir eigentlich auch ein bißchen peinlich), aber da gestern auf dem Dreierparkplatz die Lücke für mein Auto nur 50 cm breiter war als das Auto selbst, wäre Einsteigen auf der Fahrerseite so oder so nicht drin gewesen. Außerdem bedeutet das, daß da wohl jemand anderes ein bißchen viel Platz gebraucht hat. Hier gibt es dann zwei Möglichkeiten:
    • Der Ford KA selbst war zu großzügig. Immerhin war rechts ja scheinbar noch Platz genug zum Einsteigen. In dem Fall müsste er sich also SELBST ein Briefchen an den Scheibenwischer stecken.
    • Der rechte Nachbar des Ford Ka hat zuviel Platz gebraucht. Dann müsste ER aber das Briefchen bekommen.

    Das Briefchen hat aber bei mir geklebt. Das kann verschiedene Ursachen haben:

    • Der Autor/die Autorin hat Schwierigkeiten mit dem Kausalitätsprinzip an sich.
    • Der Autor/die Autorin hat Schwierigkeiten mit räumlichem Vorstellungsvermögen.
    • Der Autor/die Autorin mag mein Auto nicht.
    • Der Autor/die Autorin mag mich nicht.
    • Der Autor/die Autorin mag mich, und schreibt mir DESWEGEN kleine Briefchen. Das fände ich sehr liebenswert, erinnert mich ein bisschen an meine Schulzeit.

C’est mauvais ça! bleibt jedenfalls dran an diesem spannenden Fall.