Die Rheinpfalz versteht es nicht

March 20th, 2009

Ich lese zwei Zeitungen: Zum einen die Zeit, da fühle ich mich überregional bestens informiert, und neben der NZZ kenne ich auch kein anderes Blatt auf gleichem Niveau und vor allem mit einer so neutralen Berichterstattung. Für die lokalen Informationen habe ich die Rheinpfalz abonniert. Den überregionalen Teil darf man bis auf den Sport getrost ignorieren (wobei hier die persönlichen Vorlieben der Redakteure für ausgewählte Fussballer sowie die kritiklose Verehrung des fragwürdigen Konstrukts Hoffenheim ein weiteres Posting Wert wären) – interessant ist der Lokalteil als einzig verfügbares Printmedium, im dem man tagesaktuell Informationen über Kaiserslautern bekommen kann. Und die Rheinpfalz bietet auch seit einigen Jahren eine Onlinepräsenz. Und wie auch bei der Zeit, kann man hier bequem die Artikel…moment, nein, da sind ja lauter kleine Schlüssel auf der Seite! Na gut, kein Problem, ich logge mich einfach ein mit meiner Abonnementnummer und…moment, nein, auch nicht! Der Rheinpfalz reicht mein monatlicher Beitrag nicht aus – sie verlangt, dass ich mir die Rheinpfalz-Card zulege! Da reagiere ich natürlich seit Jahren völlig unsouverän und bockig und sage: Liebe Rheinpfalz, es ist mir völlig egal, ob die Rheinpfalz-Card die ach so vielen Vorteile, die ich damit in der Region habe, wert ist oder nicht – solange ihr mich durch ein Blockieren des Zugriffs auf die Onlineausgabe zum Erwerb nötigen wollt, wird das nix. Das habe ich neulich auch der netten Dame erklärt, die mich seitens der Rheinpfalz anrief, um mich nach meinem Interesse an der Rheinpfalz-Card zu fragen. Sie hat es aber nicht verstanden und gesagt, das habe sie ja noch nie gehört. Was natürlich Rückschlüssel zulässt. Auf mich. Und auf die übrige Leserschaft der Rheinpfalz. Ich finde es jedenfalls unverschämt.