Kinderschwund – na und?

In diesem Zeit-Artikel mit dem schönen Titel “Kinderschwund – na und?” setzt sich Josef Joffe mal abseits der gängigen Klischees mit dem mehr denn je diskutierten Problem der Geburtenraten in Deutschland auseinander. Besonders gut gefällt mir die folgende Passage:

Da aber der deutsche Mensch als solcher ein Natur- und Waldfreund ist, sollte er frohgemut in die bevölkerungsverdünnte Zukunft blicken. Die Zersiedelung wird gebremst, die Natur kommt wieder zu ihrem Recht, und vielleicht kommen auch Bären, Wölfe, Biber und Auerhähne wieder. Ein fröhliches Lied auf den Lippen, kann der deutsche Mensch am Wochenende durch die Wälder streifen, um am Montag umso produktiver seine Tastatur zu bearbeiten.

Schöne Aussichten also!

Und auch bei der Titanic steht das Thema “Kinderlosigkeit” an erster Stelle. Sehr schön gemacht, insbesondere das Foto mit dem Hotelzimmer, das “[...]die kleinen Gitarrenspieler von Tokio Hotel für einen Bericht in der Bild-Zeitung und mit Hilfe ihrer Väter, eines Inneneinrichters und einiger Abbruchunternehmer[...]” verwüstet hatten.

Tokio Hotel

3 Responses to “Kinderschwund – na und?”

  1. Matze Says:

    Vor allem der Untertitel “dann lieber aussterben”! :)

  2. D.E.R. kabsi Says:

    Martin, keine Ahnung, ob du in alten Artikeln schmökerst und diesen Kommentar finden wirst.

    Dennoch hier die versprochenen Links als Nachtrag. Das Stichwort ist “childfree”.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Childfree
    http://www.childfree.net/
    http://www.worldchildfree.org/events/wcd_de.shtml
    http://www.happilychildfree.com/

  3. pavel Says:

    Der RSS-Feed schickt mir die Kommentare SOFORT :-)

    Danke für den Link!

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