Nein, ich will keine Kinderscheisse!

“Eine neue Sau im Dorf” – so lautet der Titel des heutigen “Stadtgesprächs” in der Pfälzischen Volkszeitung, dem Kaiserslauterer Lokalteil der Rheinpfalz. Geschrieben von Barbara Frieß-Ebrecht. Ob die Überschrift selbstreferentiellen Charakter hat? Im Abschnitt “Lausige Gastgeber” beklagt sie sich darüber, dass in südlichen Gefilden im Unterschied zu uns ja alles ach so lieb und kinderfreundlich ist (stille Tage im Klischee). Im Vogelwoog hat man sich nämlich erdreistet, eine Mutter “barsch zu vertreiben”, nur weil sie IM GASTRAUM die VERSCHISSENEN WINDELN IHRES SOHNES wechseln wollte. Das ist aber auch wirklich unfassbar, SKANDAL! Frau Frieß-Ebrecht merkt dazu an: “Wen – mit Verlaub – Kinderscheiße stört, der soll wegschauen”. Vielleicht könnte man aber – statt immer nur Toleranz von anderen einzufordern – auch ein bisschen Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Mitmenschen nehmen, die das vielleicht nicht sehr appetitlich finden. In südlichen Gefilden ist mir sowas übrigens auch noch nie untergekommen, vielmehr fällt dort auf, dass sowohl die Eltern als auch ihre Kinder sich meistens wesentlich besser benehmen als viele ihrer deutschen Pendants.

Und manchmal kann man nicht einfach wegschauen. Nicht bei Kinderscheiße, und auch nicht beim Artikel von Frau Frieß-Ebrecht.

2 Responses to “Nein, ich will keine Kinderscheisse!”

  1. Wolfy Says:

    Da fehlt doch der Gesetzgeber !!!

    Gaststättengesetz ändern:

    - Gaststättenräume mit Windelwechseln (ohne Ventilator),
    - Gaststättenräume zum Diskutieren über Windelwechseln für Raucher,
    - Gaststättenräume für Nichtraucher und Nichtwindelwechsler,
    usw.
    (aber erst nach Fastnacht, damit die Umstellung nicht so hart kommt.)

  2. Chrisfried Says:

    Das Damokles-Schwert “Gutmensch”…

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