Rush Hour

Also: Saigon hat ca. 9 Millionen Einwohnern, so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel (soweit ich weiß nur zwei Buslinien…ohne gekennzeichnete Haltestellen), und die meisten Straßen sind einspurig, gelegentlich gibt’s auch mal zwei. Für Autos braucht man eine Sondergenehmigung, die gibt’s nur mit speziellen Kontakten oder als TaxifahrerAuf Autos zahlt man in Vietnam eine Steuer von 200%. Ergo spielt sich der Verkehr quasi komplett auf Mopeds und Motorrollern ab – und fast jeder scheint hier in Saigon sowas zu besitzen. Auf den Straßen herrscht den ganzen Tag Gewusel und Lärm wie in einer Rush Hour (was nicht heißt, daß es hier nicht nochmal eine Verschärfung in der Rush Hour gibt).

Dabei gibt es eigentlich nur einige grundsätzliche Regeln: Wer vorne fährt, hat Vorfahrt, plötzliche Richtungsänderungen sind keine gute Idee, rote Ampeln haben lediglich Empfehlungscharakter. Links abbiegen ist eine besondere Herausforderung, man muß sich dabei nämlich durch die entgegenkommenden Massen durchquetschen (Filme gibt’s in der Nachbereitung).

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Weil die tägliche Dosis Abgase auf Dauer wahrscheinlich gar nicht so gesund ist, und weil viele Vietnamesinnen so blass wie möglich sein wollen, trifft man auf den Strassen viele vermummte Gestalten, oft auch mit langen Handschuhen.

Auf Mopeds wird hier übrigens auch viel mehr transportiert, als das bei uns landläufig so üblich ist…

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Am meisten Spaß macht das Fahren auf jeden Fall eindeutig in den warmen Sommernächten, dann ist die Bahn relativ frei, und man kann gelegentlich ungeahnte Geschwindigkeiten (70km/h!) erreichen.

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